
Nach dem Bundesliga-Abstieg des VfL Wolfsburg richtete Dzenan Pejcinovic emotionale Worte an die Fans. Über Instagram übernahm der 21-Jährige gemeinsam mit der Mannschaft Verantwortung für die enttäuschende Saison. „Wir haben euch, den Verein und die Stadt enttäuscht“, schrieb der Angreifer. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er an eine Rückkehr des VfL glaubt: „Der VfL Wolfsburg wird wieder aufstehen.“
Ob Pejcinovic diesen Neuaufbau jedoch selbst noch begleiten wird, ist derzeit offen. Zwar steht der deutsche U21-Nationalspieler noch bis 2029 bei den Niedersachsen unter Vertrag, dennoch beschäftigen sich mehrere Bundesligisten und internationale Klubs mit einer Verpflichtung des Stürmers.
Bereits vor einigen Wochen berichtete der Kicker über ein Interesse von Benfica Lissabon. Darüber hinaus wurden auch Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und der SC Freiburg als mögliche Interessenten genannt.
Nach Informationen von AZ/WAZ soll insbesondere der SC Freiburg die Situation des 1,90 Meter großen Angreifers aufmerksam verfolgen. Die Breisgauer genießen seit Jahren den Ruf, junge Talente behutsam zu entwickeln und ihnen die notwendige Zeit zur Entfaltung einzuräumen. Unter Cheftrainer Julian Schuster setzt der Europa-League-Finalist diesen Weg konsequent fort und legt den Fokus auf langfristige Entwicklung statt kurzfristigen Erfolg.
Dass Pejcinovic in dieses Profil passen könnte, liegt auf der Hand. Der Angreifer erzielte in der vergangenen Saison zwölf Treffer in 34 Pflichtspielen und überzeugte immer wieder mit seiner Abschlussstärke. Ausgerechnet gegen Freiburg gelang ihm Ende des vergangenen Jahres ein besonderer Meilenstein: Beim spektakulären 3:4 gegen den Sport-Club erzielte er nicht nur sein erstes Bundesliga-Tor, sondern gleich einen Dreierpack. Trotz seiner Gala blieb der VfL damals ohne Punkte.
In Wolfsburg würde man den Offensivspieler dennoch gerne halten. Die sportliche Führung um Dieter Hecking und Pirmin Schwegler sieht in Pejcinovic einen wichtigen Baustein für den angestrebten Wiederaufstieg. Gleichzeitig soll der Stürmer den Wunsch hegen, auch in der kommenden Saison erstklassig zu spielen. Ein Verbleib in Wolfsburg scheint dennoch nicht ausgeschlossen.
Sollte es zu einem Transfer kommen, dürfte ein interessierter Verein tief in die Tasche greifen müssen. Intern wird eine Ablösesumme von rund 20 Millionen Euro gehandelt. Eine Größenordnung, die für den SC Freiburg durchaus realisierbar sein könnte. Erst kürzlich verpflichteten die Breisgauer mit U21-Nationaltorhüter Mio Backhaus einen weiteren deutschen Nachwuchsspieler. Medienberichten zufolge lag die Ablöse dabei bei rund 15 Millionen Euro.